Quicktipp | Mr. Mercedes – ein spannendes Spiel mit Ängsten und Schwächen

Mr.Mercedes | Stephen King | aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt | September 2014 | Heyne Verlag | 590 Seiten

»Den meisten Menschen montiert man als kleinen Kindern Stiefel aus Blei, und die müssen sie ihr Leben lang tragen. Diese Bleistiefel nennt man DAS GEWISSEN. Ich habe keines, deshalb kann ich mich hoch über die Köpfe der Gewöhnlichen Masse erheben.« – S.37

Wie jedes Jahr zu Beginn der dunklen und kalten Jahreszeit gelüstet es mich nach Spannung und Nervenkitzel und sehr gerne greife ich dann zu einem Buch von Stephen King. Dieses Jahr entschied ich mich spontan für Mr. Mercedes und wurde auch nicht enttäuscht. Weiterlesen »

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Rezension | Zusammen ist man weniger alleine – ein Buch wie ein Feel Good Movie

Zusammen ist man weniger alleine | Anna Gavalda | aus dem Französischen von Ina Kronenberger | November 2006 | Fischer Taschenbuch Verlag | 551 Seiten

»Aber du siehst, wenn intellektuell sein heisst, sich zu bilden, neugierig zu sein und aufmerksam, zu bewundern, erschüttert zu sein, verstehen zu wollen, wie alles zusammenhängt, damit man etwas weniger dumm ins Bett geht als am Abend zuvor, dann fordere ich das für mich ein: Nicht nur bin ich dann eine Intellektuelle, ich bin auch noch stolz darauf. Sehr stolz sogar.« – S. 249

Ein Gefühl, wie der erste Schluck der heissen Schokolade oder die wohlige Wärme unter der Kuscheldecke. Anna Gavaldas Buch Zusammen ist man weniger allein ist ein Feel Good Movie in Buchform, ein Seelentröster voller schräger und liebenswerter Charaktere.

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Rezension | Der Blumensammler – David Whitehouse

Der Blumensammler | David Whitehouse | aus dem Englischen von Dorothee Merkel | August 2018 | Tropen Verlag | 368 Seiten
Bei diesem Buch handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Meine ehrliche Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

»An den folgenden Tagen durchsuchten sie die restlichen Felswände und fanden nichts. Hens war sich sicher, dass die gibraltarische Lichtnelke ausgestorben war. Peter wusste, dass sie es nicht war. Sie hatten beide ihre eigene Erinnerung. Sie hatten beide ihre eigene Wahrheit.«
– „Der Blumensammler“ S.96

Die Ferienlektüre will ja immer ganz sorgfältig ausgewählt werden, das Buch soll spannend sein, nicht zu dick und schwer und irgendwie auch noch zu allen möglichen Lesestimmungen passen. Das ist nicht ganz einfach. Für meinen Urlaub in Norwegen habe ich mir darum gedacht, dass seltene Blumen doch perfekt zur grandiosen Natur dieses Landes passen. Und irgendwie hat es das auch, obwohl ich beinahe auf die Nase gefallen wäre mit meiner Entscheidung.

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Rezension | Ein wenig Leben – oder wenn dich ein Buch an deine Grenzen bringt

Ein wenig Leben | Hanya Yanagihara | aus dem Englischen von Stephan Kleiner | Januar 2017 | Hanser Literaturverlag | 960 Seiten

»Aber in einem Punkt hatte sie recht gehabt: Es wurde tatsächlich immer schwieriger und schwieriger. Er gab sich tatsächlich selbst die Schuld. Und obwohl er Tag für Tag versuchte, sich auf das Versprechen zu besinnen, das er ihr gegeben hatte, rückte es Tag für Tag weiter in die Ferne, was schliesslich nur noch eine Erinnerung, sie wie  sie nur noch eine Erinnerung war, eine geliebte Figur aus einem Buch, das er vor langer Zeit gelesen hatte.«

Ein wenig Leben, S. 148

Wie bespricht man ein Buch, über das es so viel zu sagen gibt, dafür die richtig Worte zu finden, aber unendlich schwer ist? Beginne ich mit den Dingen, die ich mochte, oder lieber mit dem, was mich störte? Denn auch wenn Ein wenig Leben eines meiner Jahreshighlights ist, sehe ich einige Dinge kritisch.
Vielleicht ist es darum gar nicht schlecht, ganz vorne zu beginnen und den Inhalt einmal etwas genauer anzusehen.

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