Rezension | Zusammen ist man weniger alleine – ein Buch wie ein Feel Good Movie

»Aber du siehst, wenn intellektuell sein heisst, sich zu bilden, neugierig zu sein und aufmerksam, zu bewundern, erschüttert zu sein, verstehen zu wollen, wie alles zusammenhängt, damit man etwas weniger dumm ins Bett geht als am Abend zuvor, dann fordere ich das für mich ein: Nicht nur bin ich dann eine Intellektuelle, ich bin auch noch stolz darauf. Sehr stolz sogar.«
– S. 249

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Rezension | Ein wenig Leben – oder wenn dich ein Buch an deine Grenzen bringt

»Aber in einem Punkt hatte sie recht gehabt: Es wurde tatsächlich immer schwieriger und schwieriger. Er gab sich tatsächlich selbst die Schuld. Und obwohl er Tag für Tag versuchte, sich auf das Versprechen zu besinnen, das er ihr gegeben hatte, rückte es Tag für Tag weiter in die Ferne, was schliesslich nur noch eine Erinnerung, sie wie  sie nur noch eine Erinnerung war, eine geliebte Figur aus einem Buch, das er vor langer Zeit gelesen hatte.«

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Rezension | Szczepan Twardoch – Der Boxer

»Was willst du denn eigentlich?«
Er hörte auf zu lachen. Schwieg einen Augenblick.
»Ich will König dieser Stadt sein«, antwortete er langsam und überlegt, sprach jedes einzelne Wort sorgfältig aus. »Und ich werde König dieser Stadt sein.« – S. 66

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Rezension | Das Dänische Mädchen – einige Worte zu Buch und Film

»Greta hatte niemals einen anderen Menschen geliebt als sie, das wusste Lili. Und jetzt – jetzt, da sogar ihre amtlichen Papiere sie als Lili Elbe auswiesen – empfand sie die Gewissheit, dass Greta sich nicht ändern würde. Und diese Gewissheit half ihr durch die einsamen Nächte im Krankenzimmer unter der schweren Decke und durch die Schmerzen, die sich wie ein Dieb an sie heranschlichen und über sie herfielen. Lili änderte sich immerzu, aber Greta nicht, nein, Greta niemals.« – S.310

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Rezension | Tom Saller – Wenn Martha tanzt

»Wie Kuchenteig, der beim Plätzchenbacken durch die Mühle gedreht wird, quillt Musik aus dem Haus. Durch jede Öffnung quetschen sich bunte Kringel, Schlangen, Stäbchen. Martha lacht.« – S. 27

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Quicktipp | Julia Drosten – Die Elefantenhüterin

»Es machte ihr sehr zu schaffen, dass ihr Vater das Wohl der Familie auf ihre noch nicht einmal zwölfjährigen Schultern gelegt hatte und sie wusste, dass sie niemals versagen, ihr Geheimnis niemals preisgeben durfte. Für die Menschen war sie ein Junge. Doch das letzte, das sie abends vor dem Einschlafen und das Erste, das sie morgens nach dem Aufwachen dachte, war: Ich bin ein Mädchen.«
– aus „Die Elefantenhüterin“ S.36

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