Quartals Wrap Up – Januar, Februar, März

Nicht nur in meinem Leben hat sich in den letzten Monaten so einiges verändert, auch hier auf dem Blog erscheinen viel weniger Beiträge als zu Beginn. Grad auch die Monats Wrap Ups habe ich stark vernachlässigt, letzten Herbst ist wohl der letzte online gegangen. Allerdings lohnt sich so ein Wrap Up wegen ein, höchstens zwei Büchern meist nicht. Daher habe ich mir gedacht, dass ich versuchen werde, quartalsweise auf meine Leseerfolge zurück zu blicken, denn ganz verzichten auf diese Art von Beiträge möchte ich nicht. Dienen sie doch auch mir als kleines Lese- und Lebenslogbuch.
Darum kommt also hier der erste Quartals Wrap Up für den Januar, Februar und den März.

Gelesen, Neuzugänge, aktuelle Lektüre

Im ersten Quartal durfte ich zwei wunderbare Bücher lesen. Noch aus dem alten Jahr mitgenommen habe ich Zimtfieber von Madita Tietgen, eine zuckersüsse Geschichte, über Mara, die ein Café von ihrer Granny erbt und dadurch den netten Pubwirt von gegenüber kennen lernt. Die Geschichte wird sehr geradlinig erzählt, dennoch bleiben die Protagonisten keineswegs blass oder die Landschaft farblos. Mich hat das Buch im Wochenbett richtig abgeholt und ich konnte immer wieder für ein paar kleine Augenblicke darin versinken. Einziger Wehrmutstropfen war für mich etwas die fehlende Spannung, ich empfand das Buch als arg vorhersehbar und wenig überraschend. Allerdings glaube ich auch, dass diese Art von Roman einfach nach einem bestimmten Muster funktionieren und dass war für mich in meiner Momentanen Situation genau richtig.
Während unserer Coronaquarantäne habe ich dann zu Zugvögel von Charlotte McConaghy gegriffen und ich hätte es nicht besser treffen können. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe mich von dieser traurig schönen Atmosphäre tragen lassen. Das Buch hat mich total abgeholt. Wer sich auf nicht ganz einfache Charaktere, eine unvergesslich starke Liebe und eine grosse Hingabe zur Natur einlassen kann, der wird mit einer mitreissenden Geschichte belohnt, die noch lange nachhallt. Ein absolutes Highlight meinerseits!

Zum Lesen komme ich wie man sieht nicht mehr ganz so oft und lange, an einer Buchhandlung kann ich dennoch fast nicht vorbei spazieren. Und so sind natürlich auch einige neue Bücher bei mir eingezogen. Zugvögel war auch so ein Spontankauf im Februar. Neu eingezogen sind aber auch Kleine Freuden und Die Nächte der Pest. Da die Buchhandlung bei uns im Dorf die Besitzerin wechselt, konnte ich diese zwei Bücher im „Rausverkauf“ ergattern. Und natürlich durfte auch aus dem Skiurlaub ein Buch mit nach Hause kommen. In der Buchhandlung in Scuol habe ich mir Vati gekauft.

Wer mich kennt, weiss, dass ich meine Nase eigentlich meistens in mehreren Büchern gleichzeitig habe. Mit meiner begrenzten Lesezeit ist das momentan etwas schwierig. Darum habe ich die meisten Bücher, die ich irgendwie grad am Lesen war, pausiert und auf später verschoben. So geschehen mit dem Goldenen Kompass oder Teufelstag. Dafür habe ich ein ganz neues Buch begonnen, nämlich Dunkelgrün fast schwarz von Mareike Fallwickl. Das habe ich mir damals Anfang Januar auf den #12für2022 Stapel gepackt und bis jetzt bereue ich es nicht. Ich kann noch gar nicht sagen, wohin mich die Geschichte tragen wird, aber ich mag es sehr, wie sich alles ganz langsam entwickelt. Ich bin gespannt.

Statistik

gelesen: 2 Bücher
Seiten total: 763
Seiten pro Tag: ca. 9
SuB: 73 (+2)

Und sonst so?

Das Leben von mir und meinem Mann hat sich tüchtig umgekrempelt. Wir wurden nämlich in den letzten Novembertagen Eltern einer wundervollen Tochter. Kein Wunder also, dass die Zeit für den Blog, Instagram oder auch die Bücher ein wenig zu kurz kommt. Da nutzt man nämlich das ein oder andere Schläfchen des Babys für die eigene Körperhygiene, den Haushalt oder ein Powernap.
Unser Leben wird nun von einem kleinen Persönchen bestimmt. Zu den Highlights gehören der erste Winterurlaub gemeinsam mit den Grosseltern, ein wunderbarer Frühlingsspaziergang mit der Kollegin um den See bei uns im Ort, ein Ausflug zum Gotti oder das Spieldate mit einem befreundeten Baby und dessen Mama. Diese Erlebnisse lassen zum Glück die etwas unglückliche Wochenbettzeit sowie das haarscharfe vorbei schrammen an einer Wochenbettdepression vergessen. Die Kleine entwickelt sich prächtig und ist der Sonnenschein im Haus.
Die Arbeit vermisse ich noch nicht, wird es mir doch nur sehr selten langweilig. Allerdings musste ich doch meiner Vertragsänderung und all dem formellen wegen des unbezahlten Urlaubs nachrennen. Sowas ist echt ein wenig mühsam. Dafür war der Besuch auf der Wohngruppe umso freudiger. Die Bewohnerinnen hätten also nichts dagegen, wenn ich das Baby dann auch mitbringen würde, wenn ich wieder zu Arbeiten beginne. Sie freuen sich immer, wenn sie mich im Dorf auf einem meiner zahlreichen Spaziergänge erblicken.
Im März hat uns dann auch das Coronavirus erwischt. Der Mann brachte es von der Arbeit mit nach Hause. Und so lagen wir Reihum alle einmal im Bett. Auch die Kleine reagierte mit Fieber und Halsschmerzen, war aber erstaunlich schnell wieder fit. Der Mann und ich hatten da wesentlich länger dran zu knabbern und vor allem zu husten. Unser Glück war wohl, dass wir nicht alle gleichzeitig im Bett lagen, sondern immer schön nacheinander. Ich wüsste nicht, wie wir das sonst mit der ganzen Babybetreuung gemacht hätten. Nun, sei’s drum, wir sind jetzt alle durch die Infektion zum zweiten Mal geboostert. Ich hoffe, das nützt uns was, nun da in der Schweiz alle Schutzmassnahmen aufgehoben sind.

Quartalsziele

  • etwas Lesezeit finden
  • Dunkelgrün fast schwarz beenden
  • die Taufe der Kleinen planen
  • sich über den Frühling (am besten ohne Schnee) freuen

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3 Kommentare zu „Quartals Wrap Up – Januar, Februar, März

  1. Hallo liebe Daniela

    Oh, ich wusste nicht, dass das Wochenbett so schwierig war für dich und dass ihr dann auch noch Corona erwischt habt…manchmal kommt alles miteinander irgendwie… Um so mehr freut es mich, dass es dir/euch wieder gut geht und dass du von so schönen vielen Momenten und Erlebnissen berichten kannst.

    Deine Buchtipps und Rezepte vermisse ich natürlich sehr, aber es freut mich, dass du trotzdem mehr und mehr zum Bloggen kommst und vor allem auch selber wieder ein wenig Zeit zum Lesen und Stöbern hast.

    Ich wünsche dir noch ganz viele schöne, packende Lesestunden mit „Dunkelgrün, fast schwarz“, ich habe das Buch sooo geliebt und war erst gerade auch komplett begeistert von „Die Wut, die bleibt“, weshalb ich natürlich schon sehr neugierig bin auf deine abschliessende Meinung.

    Alles Liebe an dich und bis bald wieder
    Livia
    https://samtpfotenmitkrallen.blogspot.com/2022/04/lese-statistik-marz-2022.html

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Livia

      Es ist ja nicht unbedingt etwas, dass man an die grosse Glocke hängt, wenn es einem nicht so gut geht im Wochenbett. Auch wenn es nicht mehr ein so riesen Tabuthema ist, so wird einem doch vielfach von aussen vermittelt, dass alles easy und schön und kuschelig sein sollte. Und Stillen ist doch eh das natürlichste und einfachste auf der Welt…
      Inzwischen geht es uns aber gut und wir können die Zeit mit der Kleinen geniessen.

      Ich muss gestehen, das Lesen habe ich schon sehr vermisst. Umso mehr geniesse ich diese kleinen Lesemomente, die ich mir jetzt nehmen kann.

      Liebi Grüess, Daniela

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      1. Liebe Daniela

        Das stimmt leider. Um so schöner und wichtiger ist es, dass du davon erzählt hast und vor allem, dass es euch wieder gut geht und du sogar ein wenig zum Lesen kommst.

        Alles Liebe
        Livia

        Gefällt 1 Person

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