Herzensbuch #11 | der Traum eines jeden Bücherwurms

Wir alle haben sie. Bücher, die uns den Atem rauben, die uns träumen lassen und von denen man sich wünscht, sie würden nie enden. Absolut geniale Meisterwerke, die wir immer wieder lesen können und allen und jedem empfehlen, ob er oder sie es hören will oder nicht. Ganz klar, ich spreche von Herzensbüchern.
Genau zu diesen besonderen Geschichten haben sich Janika und Sabrina eine kleine Aktion ausgedacht. Immer am 20. jeden Monats stellen sie in kurzen, knackigen Worten eines ihrer absoluten Lieblingsbücher vor, in der Hoffnung, dass sich diese Liebe verbreitet und solche wunderbaren Bücher mehr Aufmerksamkeit bekommen Diese dürfen auch gerne schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben.

In den letzten Monaten habe ich die Herzensbücher sträflich vernachlässigt. Neben dem Job und der Zertifikatsarbeit, die ich noch verfassen muss, blieb einfach keine Zeit mehr für diesen Beitrag. Und ehrlich gesagt, habe ich auch jetzt nicht wirklich einen Kopf dafür, diese ganze Sache mit dem Coronavirus und die verschärfte Situation bei mir auf der Arbeit (ich habe ja keine Möglichkeit für Home Office) belasten mich doch mehr als gedacht.
Umso wichtiger sind wohl die Momente, in denen wir der „grausamen“ Wirklichkeit entfliehen und in luftig leichte Zuckerwatteträume eintauchen können. Und genau das schafft das heutige Herzensbuch.

Jenny Colgan – The Little Shop of Happy Ever After

Herzensbuch_1Dieses Buch ist so süss wie eine ganze Tafel Schokolade, Marshmallow und Karamellbonbons zusammen. Aber irgendwie auch einfach lustig zu lesen und herzerwärmend. Und ich glaube, das brauchen wir alle grad ein bisschen. Am Dienstag hatte ich es auch schon in meinen Empfehlungen zum #booksandhotdrinkstuesday mit dabei.
In der Geschichte geht es um die Bibliothekarin Nina, die sich beruflich neu orientieren muss, nachdem sie ihren Job verloren hatte. Das fällt dem schüchternen, in sich gekehrten Bücherwurm gar nicht so leicht. Bei einem Seminar zum Thema „Gruppenbildung“ wird sie nach ihrem grössten Traum gefragt und gesteht sich schliesslich selbst ein, dass sie schon immer einmal einen kleinen eigenen Buchladen führen wollte.
Bestärkt durch den Kursleiter macht sie sich auf die Suche nach einem Van, den sie in ein Büchermobil umbauen kann. Fündig wird sie schliesslich in Kirrinfief, einem Kaff weit in den Schottischen Highlands. Kurzerhand reist sie den ganzen weiten Weg von Birmingham in die Highlands, um sich den Van anzuschauen. Dabei lernt sie nicht nur den netten Wirt vom örtlichen Pub kennen, sondern auch ein, zwei bärtige und mürrische Schotten.
Um es sich selbst und den skeptischen Einheimischen zu beweisen, kauft Nina den Van und ihr Abenteuer in Schottland beginnt. Und dabei spielen neben Büchern, Schafen und Zügen auch raubeinige Schotten eine wesentliche Rolle.

Dieses Buch ist einfach ein absolutes Feel Good Buch, besonders für uns Bücherwürmer. Denn Nina ist auch ein Bücherwurm par excellence und so manche ihrer Marotten kommen uns wahrscheinlich nur allzu bekannt vor. Bücher haben aber auch einen ganz prominenten Platz in der Geschichte, so werden sie fleissig (und teils etwas halsbrecherisch) getauscht, gelesen und darüber gesprochen.
Zugegeben, die Geschichte ist nicht ganz frei von Klischees oder romantischen Verklärungen, aber manchmal braucht man einfach so zuckersüsse Geschichten, in die man sich komplett fallen lassen kann. Und die Mischung aus sympathischer Protagonistin, schottischen Highlands und bärtigen Typen bietet genau das.

»There was a universe inside every human being every bit as big as the universe outside them. Books were the best way Nina knew – apart from, sometimes, music – to breach the barrier; to connect the internal universe with the external, the words acting merely as a conduit between the two worlds.«
– S.243

Übrigens, wer das Buch nicht auf Englisch lesen mag, seit Anfang März ist es auch in einer übersetzten Version unter dem Titel Wo das Glück zu Hause ist (Piper) erhältlich.


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