Geplauder | 5 Gründe, warum man öfter zum Buch greifen sollte

Lesen ist etwas tolles, das brauche ich den meisten von euch wohl nicht gross zu erklären. Sobald ich lesen konnte, hat sich mir eine neue Welt eröffnet und ich musste alles lesen, was ich in die Finger bekommen konnte, das ging von Bilderbüchern über Werbeanzeigen bis hin zu ersten Zeitungsartikel. Daraus entwickelte sich eine richtige Leidenschaft und mein grösstes und liebstes Hobby.
Doch nicht alle Menschen ticken gleich, manchen sagen Bücher nichts, andere trauen sich nicht, einige denken, sie hätten keine Zeit fürs Lesen … aber Lesen bietet so viel, das wir auf den ersten Blick gar nicht wahrnehmen, zum Beispiel im zwischenmenschlichen Bereich, für unsere Work-Life-Balance oder auch für unseren eigenen Sprachgebrauch.

Natürlich möchte ich niemanden zum Lesen zwingen – wahrscheinlich würden sich die vielen tollen Vorteile dann auch teilweise ins Negative verkehren, Zwang ist nie gut – aber vielleicht können ja einige der Argumente doch überzeugen, mal ein Buch in die Hand zu nehmen und es zu versuchen.

1. Lesen ist bestes Gehirntraining

Das Gehirn kann wie ein Muskel in unserem Körper trainiert werden. Und Bücher sind dabei hilfreicher als jeder Gang ins Fitnessstudio. Während das schauen von TV-Serien und Filmen eine eher passive Tätigkeit ist, bedeutet Lesen für das menschliche Gehirn eine Höchstleistung. Wir müssen das Gelesene nicht nur verstehen und in einen sinnvollen Zusammenhang bringen, das Gehirn sorgt auch dafür, dass wir uns die gelesenen Zeilen gleichzeitig bildlich vorstellen.
Nutzt man zudem das Gehirn regelmässig, kann diese Gehirnaktivität Alzheimer vorbeugen. So wie körperliche Aktivität das Herz kräftigt, stärkt intellektuelle Aktivität das Gehirn und schützt es vor Krankheiten.
Und können wir einmal lesen, ist es beinahe unmöglich zusammenhängende Buchstaben nicht zu lesen. Sgoar wnen aells ein Dcheniurndear ist, bgirnt es uesnr Girehn in die rcghtiie  Renfelgohie, solange der erste und der letzte Buchstabe am rechten Platz stehen. Ganz schön cool!

2. Lesen erweitert den Wortschatz und hilft beim Schreiben

Lesen konfrontiert uns permanent mit neuen Wörtern und anderem Sprachgebrauch. Dadurch erweitert sich der Wortschatz automatisch. Vielleser sind darum oft in der Lage, sich treffender und gewählter auszudrücken. Kein Wunder also hatte ich zu Schulzeiten den Spitznamen »Duden« inne. Und abgesehen davon, hilft ein grosser Wortschatz auch beim Verfassen von Texten.
Aber nicht nur das, durch das Lesen werden wir auch mutiger in unseren eigenen Formulierungen, probieren neue Satzstellungen aus und konstruieren unsere eigenen Texte besser und spannender.

Lesezeit_33. Lesen erweitert den Horizont und fördert die Empathie

Bereits Voltaire wusste: »Lest, bildet euch! Allein die Lektüre entwickelt unseren Geist, das Gespräch verwirrt und das Spiel verengt ihn.«
Lesen ist wohl die einfachste und günstigste Art zu reisen, fremde Länder, Kulturen und neues Gedankengut zu entdecken. Das steigert nicht nur die Toleranz gegenüber Fremdem und Neuem, es fördert auch die soziale Kompetenz und die Empathie. Menschen, die gerne schmökern, können sich besser in ihr Gegenüber hineinversetzen, da sie in den Geschichten mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten konfrontiert werden.
Lesen bildet aber auch im ganz pragmtischen Sinne der Wissensvermittlung. Denken wir doch nur zurück an die  unzähligen Lehrbücher, die wir in der Schule und im Studium lesen mussten.

4. Lesen reduziert Stress

Laut einer Studie der University of Sussex ist Lesen der effektivste Weg, Stress abzubauen. Lesen erlaubt es uns, aus dem Alltag zu fliehen. Wir vertiefen uns in eine Welt voller Fantasie und können den Stress des Alltags viel besser vergessen und ausblenden, als wenn wir beispielsweise einen Film gucken. Laut der Studie reichen sechs Minuten Lesen, um die Herzfrequenz zu senken und die Muskeln zu entspannen.
Lesen ist sogar effektiver als ein Spaziergang an der frischen Luft oder das Hören von Musik. Wer hätte das gedacht?
Da Lesen so wunderbar beim entspannen hilft, kann es uns auch helfen, am Abend vor dem zu Bett gehen runter zu fahren und besser zu schlafen.

5. Lesen macht dich interessant und sexy

Ok, ein bisschen etwas zum Schmunzeln zum Schluss. Allerdings konnte die Uniersity of New Mexico tatsächlich wissenschaftlich belegen, dass Lesen sexy macht. Warum? Laut der Studie wirken Menschen, die in der Öffentlichkeit lesen, intelligenter. Ein Buch in der Hand lässt uns angeblich attraktiver und begehrenswerter erscheinen. Wir wirken belesen und vermitteln den Eindruck, ein interessanter Gesprächspartner zu sein.
Manchmal funktioniert unser Gehirn schon merkwürdig.

Kommt euch noch ein weiterer Grund in den Sinn, warum man vermehrt zum Buch greifen sollte?

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Quellen und weiterführende Links:
zum Thema Empathie, zum Thema Alzheimer, zum Thema Stress, zur Aussage Lesen macht sexy, zum Thema Gehirntraining


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