Rezension | VOX – oder wie einer tollen Geschichte nach der Hälfte die Worte ausgehen

VOX | Christina Dalcher | aus dem Amerikanischen von Susanne Aeckerle und Marion Balkenhol | S. Fischer Verlag | August 2018 | 403 Seiten

»Ich rede mir ein, dass es nicht meine Schuld war. Ich habe Myers nicht gewählt. Ich habe überhaupt nicht gewählt, um die Wahrheit zu sagen. Und hier höre ich wieder Jackie, die mir vorwirft, ein fügsamer Trottel zu sein.«
– VOX, S. 107-108

Stellt euch eine Welt vor, in der Frauen nur 100 Wörter am Tag sprechen dürfen, da sie sonst mit schmerzhaften Stromschlägen bestraft werden.
Stellt euch vor, an jeder Strassenecke, in jedem Supermarkt stehen Überwachungskameras, die jede noch so kleine Bewegung registrieren und auf ihren Anteil an Kommunikation überprüfen.
Stellt euch vor, Jungs und Mädchen werden getrennt unterrichtet und den Mädchen wird nicht einmal mehr lesen und rechnen beigebracht.
Das klingt gruselig, nicht? Ist aber die Realität von Jean McClellan und allen anderen Frauen und Mädchen in VOX.

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