Einen schönen Montagmorgen allerseits!

Mein Urlaub ist nun definitiv zu Ende. Nach einer etwas komplizierten Heimreise mit etlichen Verspätungen und Gehetze durch den Flughafen in Oslo bin ich am Samstag Nachmittag gesund und munter in Zürich gelandet. Katze und Kater haben sich sehr gefreut mich wieder zu sehen und so war der ganze Sonntag mit Kuscheln verplant. So kann es gehen!
Und heute startet bereits die neue Woche und das Brötchen verdienen rückt wieder näher (ich habe noch eine Gnadenfrist bis Mittwoch). Darum möchte ich auch gar nicht mehr länger um den heissen Brei rum schwafeln, sondern mich grad der neuen Montagsfrage von Antonia von Lauter & Leise widmen.

Montagsfrage

Gab es schon einmal einen auf einem Buch basierten Film, den du besser fandest als das Buch?

Ach, Buchverfilmungen sind immer so eine Sache für sich. Es gibt sehr gelungene, andere gehen fürchterlich in die Hose. Es gibt jene, die aus einem tollen Buch einen schlechten Film machen und auch solche die ein schlechtes Buch gekonnt filmisch umsetzten. Manche Verfilmungen machen mich neugierig auf das Buch und ich habe auch schon Bücher gelesen, die die Lust auf den dazugehörigen Film völlig zunichte machten. In Sachen Buchverfilmungen ist bei mir also so ziemlich jede Variante möglich, ich gehöre demnach auch nicht zum Team Buch vor Film, das kommt, wie es eben kommt. Zu diesem Thema gab es übrigens schon einmal eine Montagsfrage, wer das gerne nachlesen möchte, kann das hier tun.
Aber heute geht es jetzt ja nicht darum, was ich mir zuerst angucken oder lesen würde, sondern ob ich eine Buchverfilmung schon einmal besser fand, als deren Vorlage. Und um es kurz zu machen: Ja, die gibt es tatsächlich. Bevor ich euch jedoch mehr verrate, möchte ich noch ein paar grundsätzliche Gedanken zum Thema Buch und Film loswerden.
Buch und Film sind zwei grundsätzlich verschiedene Medien, die ich ganz anders aufnehme und verarbeite, darum fällt es mir immer so unglaublich schwer Vergleiche zu ziehen. In einem Buch kommen logischerweise ganz andere Stilmittel und Elemente zum tragen, als dies in einem Film der Fall ist. Besonders gut in Erinnerung ist mir da noch das Buch und der Film Das dänische Mädchen. Beide sind meiner Meinung nach absolute Highlights und setzten das Thema meisterhaft um. Dennoch sind sie grundverschieden. Während im Buch beispielsweise mehr auf auf die Innensicht der Protagonisten Wert gelegt wird, besticht der Film mit grossartigen Bildern und Schauspielern. Der Film ist also ganz klar anders als das Buch, aber beide nutzen die ihnen zur Verfügung stehenden Stilmittel und Erzählweisen meisterhaft. Ich kann also nicht per se behaupten, dass das Buch in jedem Fall dem Film vorzuziehen ist (oder auch umgekehrt). Letzten Endes ist es Geschmacksache.

Und darum ist das, was jetzt kommt auch Geschmacksache und zwar meine ganz eigene. Ich bin nicht die erste, die es im Zuge dieser Montagsfrage ausspricht, aber ich mag die Verfilmungen von Herr der Ringe tausendmal lieber als die Bücher. Sorry Herr Tolkien!
Im Falle von Herr der Ringe war es gar so, dass mich die Filme an die Bücher herangeführt haben. So stand die Trilogie nämlich schon eine ganze Weile in meinem Bücherregal, aber gelesen habe ich sie nicht. Ich kam nämlich über die ersten 50 Seiten von Die Gefährten nicht hinaus. Meine Fantasie und mein Kopfkino streikten rigoros, ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was ein Hobbit sein soll und dann waren da noch diese elend langen, langatmigen und langweiligen Beschreibungen von Landschaften, Wesen und Bräuchen… Gähn! Eigentlich ja ein 1a Weltenbau, was der Herr Tolkien da macht, aber nach dem dritten Trinklied war bei mir die Spannung irgendwie draussen.
Und so habe ich mir halt zuerst die Filme angeguckt und plötzlich hatten die Hobbits ein Gesicht, die Landschaften und Wesen nahmen Gestalt an und die Handlung zog sich nicht endlos dahin. Ich war begeistert und stürzte mich voller Eifer in die Bücher (ein weiteres mal), weil jeder in meinem Umfeld behauptete, die MÜSSE man gelesen haben, wenn man auch nur ein bisschen etwas auf sein Fantasyherz gebe. Nun ja, ihr könnt euch denken, wie die Geschichte ausging. Ich bin noch immer kein Fan der Bücher, sie sind mir zu langweilig, zu langatmig und ausschweifend, auch wenn ich die ganze Welt und Mythologie, die dahinter steht, bewundere und absolut grandios finde. Dafür liebe ich die Filme und schaue sie mir in regelmässigen Abständen an.
Witzigerweise verhält es sich bei Der kleine Hobbit genau anders rum, da mag ich das Buch wesentlich lieber als die aufgebauschte Filmtrilogie.

Kommt euch grad ein Film in den Sinn, den ihr wesentlich besser fandet als die Buchvorlage? Vielleicht möchtet ihr mir verraten, welcher das ist? Oder seid ihr grundsätzlich Team Buch?


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11 Kommentare zu „Montagsfrage | #42 – Die Sache mit den Buchverfilmungen

  1. Hallo liebe Daniela,

    deinem Beitrag kann ich nur beipflichten. Ich habe auch große Probleme damit Filme und Bücher zu vergleichen. Jedes für sich kann mich begeistern, neugierig machen oder eben auch nicht.

    Bei „Der Herr der Ringe“ war es sogar so, dass ich erst durch die einmalige Verfilmung auf das Buch aufmerksam wurde. Ohne „Die Gefährten“ hätte ich niemals zu einem so dicken High Fantasy Wälzer gegriffen. Also vielen Dank Peter Jackson für dieses Meisterwerk!

    „Das dänische Mädchen“ kenne ich nur als Film, und alleine schon durch die meisterhaften Darsteller hat mich die Geschichte sehr berührt. Bestimmt kommt mir das Buch dazu auch irgendwann mal unter die Finger.

    Liebe Grüße
    Bella

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Bella,

      Es sind wirklich einfach zwei grundverschiedene Medien für mich und meistens vermag mich das eine und das andere zu begeistern.
      Ich mag Tolkiens Welt sehr und ich stöbere auch immer gerne in Mittelerde Foren. Allerdings sagt mir seine Schreibe je länger je weniger zu. Bei deiner Leserunde zu „Das Silmarillion“ letztes Jahr bin ich ja mittendrin still und heimlich ausgestiegen. Ich habe bis heute noch keine Seite weiter gelesen…

      Grüessli, Daniela

      Gefällt mir

  2. Hallo Daniela,
    erstaunlich wie viele die HdR-Filme mögen und die Bücher nicht. Als ich die Bücher angefangen habe bin ich auch nicht über Seite 50 gekommen. Nur wegen der Verfilmungen habe ich mich durchgequält.
    Das dänische Mädchen kenne ich nicht, auch wenn ich das Buch öfter mal in Händen halte. Aber so richtig überzeugt hat mich das nicht.
    Aber ich verstehe was du meinst. Eine Buchverfilmung muss nicht unbedingt schlecht sein, manchmal schadet es nicht, wenn sie anders ist. Ich denke manchmal, dass man Buch und Film getrennt voneinander betrachten muss, da beide Möglichkeiten (und auch Schwächen) haben, die dem jeweils anderen fehlen.
    Liebe Grüße
    Martin

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Martin,
      genau, nur weil eine Verfilmung halt anders ist, ist sie deswegen nicht gleich schlechter. Nach Möglichkeiten versuche ich wirklich Buch und Film getrennt zu betrachten, aber es gelingt nicht immer ganz :)
      Grüessli, Daniela

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    1. Ja, ich war auch erstaunt…
      Die Welt und das Universum von Tolkien finde ich wunderbar, aber seine Schreibe ist nicht ganz nach meinem Geschmack :) Ich würde mir die Trilogie nicht noch einmal antun, sie aus dem Bücherregal zu verbannen, bringe ich aber auch nicht übers Herz.

      Gefällt mir

  3. Ihr könnt euch nicht vorstellen (doch, bestimmt könnt ihr das) wie schlimm es ist, sich eine Verfilmung eines eurer erklärten Lieblingsbücher herbeizusehnen, die natürlich per Definition GRANDIOS sein muss, und gleichzeitig maßlose Angst zu haben, dass der Regisseur, der Drehbuchautor, die Schauspieler etc. es versemmeln und zu etwas machen, wofür man am liebsten im Boden versinken möchte. So geschehen mir mit der Verfilmung des Herrn der Ringe. Ich habe im Vorfeld alle News abonniert, jeden noch so winzigen Trailer-Schnipsel geguckt, jedes Gerücht gelesen und mich über die Abweichungen zum Text aufgeregt, bis ich einigermaßen sicher war, dass man den Film mögen konnte … und dann habe ich ihm entgegengefiebert. Als HdR 1 rauskam, saß ich am hellichten Mittag in einer Pressevorführung. Es war wie Weihnachten, Silvester und Geburtstag zusammen, und ich war völlig geflasht, als er endete und hätte ihn am liebsten sofort ein zweites Mal gesehen. Nein, ich finde den Film/die Filme nicht besser als das Buch, dazu liebe ich es zu sehr, aber er ist … würdig. Angemessen. Er gibt den Figuren ein Gesicht, Gandalf wird immer wie Ian McKellen aussehen und reden wir nicht von Aragorn und Galadriel.
    Wo waren wir? Ach so, du wolltest wissen, ob ich einen Film besser finde als das Buch. Ist selten bei mir, aber ich weiß einen. „Grüne Tomaten“. Ich besitze das Buch, aber ich finde den Film einfach unschlagbar.
    Liebe Grüße
    Christiane ;-)

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Frank!
      Ich war also auch überrascht, wie oft, dass „Herr der Ringe“ genannt wurde… Irgendwie habe ich ja gedacht, ich stehe alleine da mit meiner Meinung :D
      Und ich kann Tolkiens Werk durchaus anerkennen, ich liebe seine Welt und die Mythologie, allerdings sagt mir sein Schreibstil einfach überhaupt nicht zu.
      Grüessli, Daniela

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